Kommentar: Warum die Flüchtlingssituation ein gutes Phänomen ist

Aktuell erleben wir in Deutschland eine neue Welle des Fremdenhasses. Alle paar Tage tauchen neue Meldung zu erneuten Brandanschlägen auf geplante Flüchtlingsunterkünfte auf. Ebenfalls liest man immer wieder über Proteste, die sich gegen die Flüchtlinge richten. Es gibt viele Vorurteile über diese Menschen. Sie seien oft gar nicht in Not, kriminell, würden unsere Arbeitsplätze klauen und so weiter. Aber mal ehrlich: Ist das wirklich so? Sind diese negativen Mutmaßungen wirklich angebracht? 

Um es ganz kurz auszudrücken: Nein! Warum? Erst einmal sind diese Menschen vom Weiten hierher geflohen, weil sie wirklich in Not sind. Viele kommen beispielsweise aus dem Syrien. Und wer halbwegs die Nachrichten verfolgt, wird wissen, dass dort kriegsähnliche Zustände herrschen. Dort kann man dank dem IS nicht einfach auf die Straße gehen, ohne Angst haben zu müssen, dass man erschossen oder entführt wird. Wären wir bereit in so einem unsicheren Land zu leben? Vermutlich nicht. Warum also verlangen wir es von Menschen, die einfach nur verständlicherweise Schutz aufsuchen möchten?

Weiterhin sehe ich nicht, dass durch die Flüchtlinge die Kriminalität drastisch ansteigt. Sicherlich gibt es Menschen, die zu kriminellen Machenschaften neigen – gar keine Frage. Aber diese Menschen gab es hier auch schon lange bevor die Flüchtlinge kamen. Daher ist es falsch, zu sagen, dass diese Leute alle kriminell seien. Und verallgemeinern darf man sowas ohnehin nicht. Wo Menschen zusammen leben, passieren halt auch Dinge, die gegen das Gesetz sind. Aber das heißt noch lange nicht, dass dafür alle Flüchtlinge an den Pranger gestellt werden dürfen. Denn es gibt noch genug gute Menschen auf dieser Welt.

Zudem nehmen diese Menschen nicht unsere Arbeitsplätze weg. Im Gegenteil: Es gibt unzählige unbesetzte Stellen. Die Arbeitgeber klagen über einen Fachkräftemangel. Die Arbeitgeber fordern sogar, dass wir Menschen hier aufnehmen, damit wir genau diese Lücke schließen können. Zum einen wird sich die Situation aufgrund der schlechten Geburtenrate noch weiter verschärfen, zum anderen sind die Flüchtlinge oft auch Menschen, die bereit sind zu arbeiten und Bildung zu erlangen. Aber solange unsere Gesellschaft und Politik sich dagegenstellt, werden diese Menschen es immer schwer haben. Wir sollten diese Menschen unterstützen, sie ausbilden und das Geld in sie investieren. Es ist nämlich eine Investition in Deutschlands Zukunft. Nur so können wir dem demografischen Wandel entgegenwirken und somit auch in Zukunft Renten, kleine Orte etc. sichern. Außerdem bringen diese Menschen ja auch zusätzliche Einnahmen in die Staatskasse, wen sie Arbeit gefunden haben. Auf langer Hinsicht ist das Phänomen dieser Flüchtlingssituation also eine Chance für uns. Wir können es uns leisten ihnen zu helfen. Wir schenken ihnen heute Hilfe und bekommen zukünftige Probleme mit ihnen gelöst. Viele vergessen das und denken nur einfach. In diesem Sinne: Seid nicht so abgelehnt zu Flüchtlingen und helft soweit ihr könnt. Es genügt schon, wenn wir sie nicht immer an den Pranger stellen und ihnen Akzeptanz, Respekt und Toleranz schenken.

Akeel

Akeel ist Gründer dieses Blogs, Blogger mit Herzblut und zudem ein totaler Technik-Enthusiast. Er liebt vor allem Android. Außerdem macht er aktuell ein duales Studium zum Wirtschaftsinformatiker und schreibt gelegentlich auch fürs Solinger Tageblatt.

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