Duales Studium: Was ist das?

In einem Monat geht’s endlich los. Dann beginnt mein duales Studium zum Wirtschaftsinformatiker. Zuvor habe ich mich wie alle Abiturienten natürlich gefragt, was ich machen möchte. Direkt der Einstieg ins Berufsleben und somit eine Ausbildung? Oder doch lieber in die Uni und noch einmal drei Jahre Theorie pauken? Ich wollte auf jeden Fall ein Studium beginnen, aber nur die Theorie allein wäre nichts mehr für mich gewesen. Und nur eine Ausbildung wollte ich höchstens im Notfall beginnen. Die Lösung lautete daher: Duales Studium. Ich möchte hier in der nächsten und auch fernen Zeit über das Thema duales Studium bloggen und dabei auf möglichst viele Aspekte eingehen. Euch erwartet also eine Serie zu diesem Thema mit zahlreichen Infos und Erfahrungen, damit ihr an einer zentralen Stelle möglichst viel für eure Entscheidung mitnehmen könnt. Aber was ist nun eigentlich das duale Studium? Darüber will ich heute schreiben.

Ein Mix aus Theorie und Praxis

Das duale Studium besitzt eine wichtige Aufgabe: Es soll Theorie und Praxis im Studium vereinen. Für die Theorie besucht ihr in der Regel eine FH, also eine Fachhochschule, oder eine Uni bzw. Hochschule. Die bekanntesten in diesem Bereich sind die DHBW (Duale Hochschule Baden-Württemberg), die FOM oder die FHDW (Fachhochschule der Wirtschaft), die ich besuchen werde. Es ist aber nicht unüblich, dass die Theorie auch an einer der zahlreichen Berufsakademien gelehrt wird. Das hängt davon ab, bei welchem Unternehmen ihr das duale Studium absolviert. Der praktische Teil findet beim dualen Studium also in einem Unternehmen statt. In der Regel seid ihr während der gesamten Studienzeit beim gleichen Unternehmen. Die FHDW bietet beispielsweise auch die Möglichkeit an, die Praxisphasen bei verschiedenen Unternehmen zu absolvieren.

Duales Studium ist nicht gleich duales Studium: Die Unterschiede im Vergleich

Aber beim dualen Studium gibt es auch Unterschiede untereinander. Alle bieten zwar den Wechsel zwischen Theorie und Praxis, allerdings beinhalten einige duale Studiengänge auch einen IHK-Abschluss. Ihr macht daher in etwa drei Jahren nicht nur euren Bachelor, sondern auch zeitgleich eine Ausbildung. Bei mir ist das zum Beispiel der Fall. Ich mache also auch eine Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung. In drei Jahren werde ich dadurch einen Bachelor und einen IHK-Abschluss haben. Das hat natürlich auch zur Folge, dass ihr zusätzlich zur Arbeit und FH/Uni ebenfalls zur Berufsschule müsst. Wie jedoch schon gesagt, hängt das vom Unternehmen ab, ob das duale Studium nur zu einem Bachelor oder auch eben zusätzlich zu einem IHK-Abschluss führt. Wie auch immer, schon allein wegen dem Wechsel zwischen Theorie und Praxis lohnt sich heute ein duales Studium. Der IHK-Abschluss ist auf jeden Fall noch eine nette Zugabe.

Wechsel ist im Übrigen ein gutes Stichwort. Die dualen Studiengänge unterscheiden sich untereinander ebenso in ihrem Aufbau. Bei mir ist es so, dass bei mir die Theorie (FH) und Praxis (Betrieb) blockweise stattfinden. Ich bin also jeweils drei Monate im Betrieb und danach drei Monate in der FH. Die Blöcke müssen dabei jedoch nicht zwingend immer drei Monate betragen. Bei der Bundeswehr zum Beispiel sind die Blöcke beim dualen Studium unterschiedlich groß. Das hängt also wieder von eurer FH/Uni und eurem Betrieb ab. Deshalb kann es auch völlig anders ablaufen: Bei der FOM beispielsweise ist es gang und gäbe, dass die Uni berufsbegleitend stattfindet. Was heißt das? Ihr geht dann innerhalb der Woche ganz normal zu eurem Betrieb, besucht eventuell auch ein bis zwei Mal wöchentlich die Berufsschule und ihr müsst an zwei bis drei Abenden noch zur Uni. Bei der FOM müssen die Studenten zusätzlich ebenfalls schon mal samstags antanzen.

Duales Studium sorgt für finanzielle Unabhängigkeit

Insgesamt seht ihr, dass zwischen den dualen Studiengängen durchaus Verschiedenheiten existieren, obwohl im Kern die Idee bei allen identisch ist: die Erfahrung aus dem Betrieb und das Wissen aus der Fach- bzw. Hochschule werden vereint. Die Unterschiede selbst hängen von eurem Betrieb und der entsprechenden FH/Uni ab. Ansonsten ist eine Kerneigenschaft des dualen Studiums auch noch, dass ihr während der Studienzeit entlohnt werdet. Jeden Monat überweist euch euer Unternehmen in der Regel ein recht hohes Ausbildungsgehalt. Dieses wird auch gezahlt, wenn ihr mehrere Monate gar nicht im Betrieb seid, sondern am Studieren. Die meisten zahlen dabei, wie vorhin schon erwähnt, vergleichsweise zur Ausbildung ziemlich hoch. Unternehmen wie Lidl etc. zahlen jenseits der 1000€-Marke. Ihr werdet mit dem Gehalt sicherlich leben können und seid finanziell unabhängig von euren Eltern.

So ein duales Studium besitzt natürlich seine Vor- und Nachteile. Über diese möchte ich im nächsten Teil dieser Serie bloggen. Für Fragen, Anregungen, eure Erfahrungen etc. könnt ihr hier gerne einen Kommentar hinterlassen. In diesem Sinne: Bis zum nächsten Mal!

Akeel

Akeel ist Gründer dieses Blogs, Blogger mit Herzblut und zudem ein totaler Technik-Enthusiast. Er liebt vor allem Android. Außerdem macht er aktuell ein duales Studium zum Wirtschaftsinformatiker und schreibt gelegentlich auch fürs Solinger Tageblatt.

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