Duales Studium: Die Vor- und Nachteile

Im letzten Teil dieser Serie haben wir uns damit beschäftigt, was das duale Studium überhaupt ist. Wie versprochen, folgt heute nun der nächste Artikel zu dem Thema. Heute wollen wir uns mal die Vor- und Nachteile eines solchen Studiums ansehen.

Wer den letzten Blogpost zum Thema gelesen hat, wird es indirekt schon als Vorteil gelesen haben. Einer ist nämlich die finanzielle Unabhängigkeit. Beim dualen Studium werdet ihr so bezahlt wie bei einer herkömmlichen Ausbildung auch. Das Gehalt ist hier allerdings meistens (deutlich) höher. Wie ich schon im ersten Teil schrieb, überweisen große Unternehmen wie Lidl deutlich mehr als 1.000€ pro Monat auf euer Konto. Man kann mit dem Gehalt auf jeden Fall als junger Mensch leben. Wenn wir schon beim Gehalt sind: Wer ein duales Studium erfolgreich absolviert, kann in der Regel auch danach mit guten Einstiegsgehältern rechnen. Ein weiterer Vorteil liegt natürlich darin, dass ein duales Studium abwechslungsreicher ist. Man sitzt also nicht nur in der Uni, sondern man sammelt auch schon Berufserfahrung. Das ist auch gut so, da man so das Erlernte direkt im Betrieb umsetzen kann. Apropos Berufserfahrung: Studenten mit Berufserfahrung sind bei den Arbeitgebern beliebter als Studenten ohne Praxiserfahrung, da sie oft aufwendig eingearbeitet werden müssen. Ebenfalls ist vom Vorteil, dass ein duales Studium gute Karrieremöglichkeiten bietet. Viele (große) Unternehmen sehen die dualen Studenten als ihre Nachwuchsführungskräfte. Ihr könnt mit Fleiß und einem guten Eindruck mit verantwortungsvollen Aufgabengebieten rechnen, wenn ihr das duale Studium hinter euch gebracht habt.

Wo allerdings Vorteile sind, existieren natürlich auch Nachteile. Einer dieser ist (je nach Ansicht), dass ihr nach dem dualen Studium für zwei/drei Jahre an das Unternehmen gebunden seid. Ihr könnt das Unternehmen zwar verlassen, dann allerdings wollen die meisten Betriebe von euch die Kosten für die Ausbildung erstattet haben. Und das sind ganz schön ordentliche Summen, die sich im fünfstelligen Bereich bewegen. Aber keine Angst: Sollte das Unternehmen euch nicht übernehmen, dann müsst ihr die Kosten nicht zurückzahlen. Werdet ihr übernommen und ihr kündigt, erst dann müsst ihr blechen. Außerdem darf man natürlich nicht vergessen, dass das duale Studium stressiger ist als eine Ausbildung oder ein reguläres Studium an der FH/Uni. Neben der Arbeit müsst ihr schließlich auch immer zur FH/Uni und eventuell noch zusätzlich zur Berufsschule. Das ist nicht ohne. Aber wie ich es bisher in diversen Foren bei meiner Recherche gelesen habe und in persönlichen Gesprächen ebenso erfahren habe, ist es auf jeden Fall machbar. Weiterhin besteht natürlich bei einem dualen Studium auch enormer Leistungsdruck. Die Unternehmen wollen ja letzten Endes, dass ihr es packt und zwar mit möglichst guten Noten. Sie investieren ja immerhin eine Menge Geld in euch.

Ihr seht also, dass das duale Studium unterschiedliche Vor- und Nachteile bietet. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob für einem die Vor- oder eher die Nacheile überwiegen. Ich persönlich bin der Meinung, dass das duale Studium optimal ist. Man ist zwar für in der Regel drei Jahre sehr beschäftigt. Jedoch investiert ihr die Zeit ja schließlich in eure eigene Zukunft. Wer der Typ für ein solches Studium ist, damit beschäftigen wir uns beim nächsten Mal. Bis dann!

Akeel

Akeel ist Gründer dieses Blogs, Blogger mit Herzblut und zudem ein totaler Technik-Enthusiast. Er liebt vor allem Android. Außerdem macht er aktuell ein duales Studium zum Wirtschaftsinformatiker und schreibt gelegentlich auch fürs Solinger Tageblatt.

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